Ein paar Tage von meinem Studienbeginn finde ich doch noch Zeit an die Tische zu finden. Nach kurzer Eingewöhnung bin ich schon wieder voll eingearbeitet. Ich bin bei meinen ursprünglichen 17 Tischen Shorthanded angekommen und das auch noch recht erfolgreich. Sogar meine Non-Showdown-Winnings sind bei dieser Spielweise breake-even und das auch noch auf dem niedrigsten Limit, was Pokerstars zu bieten hat. Dort, wo an folden normalerweise nicht gedacht wird.
Ich konnte in läppischen 6.000 Händen meine Statbankroll bereits verdoppeln. Ich frage mich zum mehrfachen Male, warum es immer so gut läuft, nachdem ich eine längere Pause gemacht habe. Bisher war das nahezu immer so. Ein paar Wochen kein Poker, plötzlich spielt mal über ein paar tausend Hände einfach mal 30BB/100 Hände. Klar ist viel Upswing dabei, aber immer gerade dann? Ist schon bemerkenswert.
Hoffentlich bleibt es erst einmal so, denn für den Start wäre es doch schon sehr nervenzehrend auch noch in einen break-even-stretch zu geraten. Wo doch die Spielmotivation auf diesem niedrigen Limit eh schon nicht sehr hoch ist. Vor allem, wenn man von einem – im Vergleich dazu – hohen Limit kommt.
Also werde ich jetzt auch erst einmal weiter Grinden, in der Hoffnung das auf mir nicht gleich der Fluch lasten wird, nachdem ich euch nun meinen ersten Graphen seit dem Neustart zeige:

Einen schönen Sonntag noch!
Wer sich gefragt hat, warum ich derzeit so wenig berichtete und scheinbar abgetaucht bin, hier meine Rechtfertigung.
Am Montag wird mein Matheauffrischungskurs für mein Wirtschaftswissenschaftsstudium beginnen – ach, was es doch für schöne lange Worte im Deutschen gibt. Für mein Wirtschaftswissenschaftsstudium also habe ich mir die schöne Elbflorenz Dresden ausgesucht und somit war diesen Monat erst einmal Umzugsstress angesagt. Inzwischen bin ich ganz gut eingerichtet, jedoch so voll und toll meine Wohnung nun ist, so leer ist auch leider auch meine Bankroll. “Never eat your Bankroll” – ein guter Rat meines großen Bruders. Entschuldige bitte, dass ich dem erneut nicht gerecht werde. Dieses Mal diente es zumindest einem höheren Zweck.
Dennoch war ich nicht ganz untätig und ich tat meiner Bankroll auch nicht die komplette Ausrottung an: Ich überlies ihr einen Trost von 40 $. Mit diesem vertrieb ich mir bei Zeit den Abend mit ein paar Heads-Up Partien oder belastete meinen Bildschirm mit 14 Tischen NL2 – ganz wie in alten Zeiten… Zumindest würde mir jetzt das Hinfallen nicht wehtun, so tief wie ich nun schon wieder stehe.
Ich nutzte den Neubeginn um mich auch mal wieder nach anderen Anbietern als Pokerstars umzuschauen. Mit Freude vernahm ich, dass es Partypoker nun offensichtlich auch geschafft hat, den Geist der Zeit zu erkennen und mit Ihrer Party Poker Mac Version ganz meinen Geschmack traf. Ich wäre gespannt, wie es hier für mich laufen würde.
Nun heißt es für die nächste Zeit also wieder Grinden und schnell wieder auf die Beine kommen. Wenn es so schnell geht wie das letzte mal, will ich mich nicht beklagen, auch wenn es manchmal schwer fällt, Poker unter diesen Umständen ernst zu nehmen. Doch mal ehrlich, andere Leute spielen World of Warcraft oder anderes und bezahlen dafür. Ich spiele ein Computerspiel und verdiene Geld dabei. Wenn auch nicht viel, scheint es zumindest Ansatzweise eine sinnvolle Beschäftigung.