Warum Graphen auch in Big Blinds sinnvoll sind
Der Graph zeigt meine Pokerstars Zoom Hände. Er sieht aus wie viele meine Graphen. Das liegt daran, dass ich oft nachdem ich wieder eingezahlt habe mich neu hochspiele. Also von NL2 mit gerade mal 0,02$ als BB an. Wenn ich mich jedoch mit meinem Spiel wieder wohl fühle, steige ich recht bald in den Limits auf. Von daher werden die Schwankungen auch deutlich größer.
Ich weiß noch wie ich damals einen Artikel über das Ende meiner Challenge schrieb. Damals sagte ich, ich sei nach 100.000 Händen wieder am Anfang, denn ich war gewinntechnisch wieder bei 0. Doch das lag am gleichen Grund: Schnelle Aufstiege, größere Schwankungen.
Noch prägnanter ist vielleicht mein Lifetime-Graph:
Man könnte jetzt sagen: “hat sich ja nicht mehr viel getan nach der 50.000 Hand”. Irgendwo richtig, denn in Geldgewinn gemessen ist das auch so. Das war auch immer ein Grund für mich “unglücklich” mit der jetzigen Situation zu sein. Damals habe ich bei dem großen Down und dem Abstieg von NL100 nach gerade mal 10 Stacks Minus Stück für Stück meine Bankroll aus Frust ausgezahlt. Doch der einzige Grund war die graphische Schwankung mit der ich nicht klar kam. Was sind schon 10 Stacks? Vorgestern habe ich allein in einer Session 5 verloren (damals erstreckte sich das über 3 Wochen) und auch sonst schlucke ich auch 20 Stacks einfach runter. Nicht mal die 1.000$ waren wirklich schlimm, gemessen an meiner damaligen Bankroll von 4.500$. Es war einzig und allein das Bild des Graphen, der einen tieffallenden, senkrechten Strich zeigte und der Gedanke: “Das bekomme ich nie wieder rein”. So ein Blödsinn!
Wie auch immer: Heute wünschte ich, ich hätte diesen Graphen gesehen:
Er zeigt zum einen wie oben meinen Lifetime-Graphen (hier in orange) in $, jedoch auch meine Gewinne in reinen Big Blinds gemessen (hier blau). Somit Limit- und Geldunabhängig. Eigentlich ein stolzes Ergebnis, oder nicht? Ein kontinuierlich steigender Gewinn, nur eben in Big Blinds gemessen. Kein Grund aufzugeben!











